Mit Release 8.5 ist im Oktober 2026 eine neue Version der GBD WebSuite erschienen. Raster-Layer werden jetzt direkt im GBD-WebSuite-Prozess abgerufen, umprojiziert und gecacht; der separate MapProxy-Server entfällt. Außerdem beruht das Basis-Image auf Ubuntu 26.04, und die Anbindung an QField Cloud wurde in mehreren Punkten erweitert.
Was erwartet Sie in Version 8.5
- Eigenes Raster-Subsystem: Alle Layer und der WMTS-Dienst nutzen pro Koordinatenreferenzsystem ein gemeinsames globales Kachelgitter. Raster-Layer stehen in jedem KBS zur Verfügung, das ihre Ausdehnung schneidet, und WMTS-Layer können mit `display: client` direkt im Browser dargestellt werden. Bei der Umprojektion von Kachelquellen bleiben Beschriftungen lesbar, weil eine gröbere Stufe leicht hochskaliert wird. Das Kommando `gws cache` wurde überarbeitet und wählt Kacheln für `seed` und `drop` jetzt über `-bbox`, `-wkt` und `-levels` aus.
- QField Cloud: Ein Push wird in einer Transaktion angewendet und bei einem Fehler vollständig abgelehnt. Modellberechtigungen, QGIS-Layersperren und Schreibschutz werden berücksichtigt, und mit der Option `syncFiles` gelangen auch die Inhalte von Datei-Feldern nach QField. Die Angabe eines GWS-Projekts ist optional.
- Karte, ALKIS und Sicherheit: Das neue Plugin `mapshare` erzeugt teilbare Links und QR-Codes für eine Kartenposition. ALKIS verwendet standardmäßig GeoInfoDok 7, Hausnummern lassen sich in Bereichen abfragen. OWS-Quellen unterstützen eine Token-Autorisierung, für TLS wird das CA-Zertifikatsbündel des Systems verwendet. Der Postgres-Treiber nutzt psycopg 3.
- Betrieb und Konfiguration: Das Basis-Image enthält Python 3.14, GDAL 3.12 und PROJ 9.7, der mitgelieferte MapServer 8.6.6 ist mit OGC-API-Unterstützung gebaut. Nicht fatale Konfigurationsprobleme sammelt die GBD WebSuite nach dem Start in einem Warnungsbericht, veraltete Optionen werden dort gemeldet. Die `gws`-Kommandos laufen als GWS-Benutzer statt als root.
- Dokumentation: Die Administrator-Dokumentation ist neu gegliedert und um eine Entwickler- und eine Python-API-Dokumentation ergänzt. Die Demos wurden aktualisiert.
Hinweise zum Update auf 8.5
- Die Optionen `server.mapproxy`, `withMapproxy` und die Layer-Option `grid` werden ignoriert. `cache.maxLevel` bezieht sich auf das globale Kachelgitter (Standard: 18); kleine, explizit gesetzte Werte müssen angepasst werden.
- Bei `qgis`- und `qgisflat`-Layern ist `withCache` standardmäßig ausgeschaltet, `compositeRender` heißt jetzt `withCompositeRender`.
- Die Option `name` eines Bildformats muss ein vordefiniertes Format bezeichnen, eigene Formatnamen werden abgelehnt.
- Die Zeitzone wird über die Umgebungsvariable `TZ` gesetzt (Standard im Image: Europe/Berlin), `server.timeZone` wird ignoriert. `server.preConfigure` und `server.postConfigure` wurden entfernt, die Standard-Locale ist `de_DE`.
- Ein Layer, dessen Ausdehnung sich nicht ermitteln lässt, gilt jetzt als Konfigurationsfehler.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Eingebautes Raster-Subsystem mit globalem Kachelgitter anstelle von MapProxy
- Transaktionale Synchronisation mit QField Cloud und Übertragung von Datei-Feldern
- Neues Plugin für teilbare Kartenlinks und QR-Codes
- Basis-Image auf Ubuntu 26.04, Konfigurationswarnungen und neu gegliederte Dokumentation
Alle Details zu den neuen Features finden Sie in unserem ausführlichen Changelog.