KI-Integration

Wir bringen das Know-how. Sie behalten die Datensouveränität.

Künstliche Intelligenz bietet enormes Potenzial für die Arbeit mit Geodaten. Von der automatisierten Auswertung bis zur intelligenten Unterstützung im Tagesgeschäft. Gleichzeitig stellen Datenschutz und Compliance viele Organisationen vor offene Fragen. Unser Modell trennt diese beiden Aspekte konsequent: GBD liefert das
Integrations-Know-how. Den Vertrag mit dem KI-Anbieter schließen Sie selbst ab – direkt, transparent, ohne Datentransfer über GBD. Der Datenverkehr zum KI-Anbieter läuft nicht über GBD-Systeme. Wo wir im Projekt auf Ihren Systemen arbeiten, regeln wir die Datenverarbeitung im Auftragsverarbeitungsvertrag.

Das Modell in drei Schritten

 

  1. Beratung & Integration: Wir analysieren Ihre Arbeitsabläufe, identifizieren sinnvolle KI-Anwendungsfelder und integrieren die gewählten Werkzeuge in Ihre bestehende Infrastruktur: GBD WebSuite, QGIS, QField oder individuelle Workflows. Sicher, dokumentiert, wartbar.
  2. Ihr eigener Vertrag mit dem KI-Anbieter: Sie wählen den Anbieter, der zu Ihren Anforderungen passt – Anthropic (Claude), OpenAI (GPT) oder Google (Gemini). Den Vertrag schließen Sie direkt ab. Nutzungskosten werden ohne Aufschlag direkt bei Ihnen abgerechnet.
  3. Ihre Daten, Ihre Entscheidung: Welche Informationen an das KI-Modell übermittelt werden, entscheiden ausschließlich Sie. Die datenschutzrechtliche Verantwortung liegt klar bei Ihnen und dem von Ihnen gewählten Anbieter.

Was bedeutet das für Sie

 

  • Datensouveränität: Der Datenverkehr zum KI-Anbieter läuft nicht über GBD-Server
  • Transparente Kosten: KI-Nutzungskosten direkt beim Anbieter – keine versteckten Margen
  • Anbieterfreiheit: Wechsel des KI-Modells jederzeit möglich, kein Vendor-Lock-in
  • Klare Compliance: Ihr Haus, Ihr Vertrag, Ihre datenschutzrechtliche Entscheidung
  • Unabhängige Beratung: Wir sind an keinen Anbieter gebunden und empfehlen neutral

Anwendungsfelder

 

KI-Integration macht dort Sinn, wo strukturierte Geodaten vorliegen und wiederholende Auswertungs- oder Dokumentationsaufgaben anfallen. Alle Felder lassen sich mit dem KI-Anbieter Ihrer Wahl umsetzen – Sie entscheiden, welche Daten Sie übergeben.

  • Geodatenanalyse & Mustererkennung:  Automatische Klassifikation von Landnutzung aus Satelliten- oder Luftbilddaten, Change Detection zwischen Zeitständen, Anomalieerkennung in Messwertserien. Ein Umweltamt kartiert Veränderungen in Grünflächen: Was früher Wochen manueller Auswertung erforderte, dauert mit KI Stunden.
  • Dokumentation & Berichtswesen: Automatische Erstellung von Textpassagen aus strukturierten Geodaten (Messwerte, Flächenangaben, Inspektionsbefunde) in vorgegebene Berichtsformate. Netzbetreiber generieren aus PostGIS-Inspektionsdaten standardisierte Zustandsberichte pro Leitungsabschnitt – mit Handlungsempfehlung und Priorisierung.
  • Intelligente Auskunftssysteme: Natürlichsprachliche Suche im WebGIS: „Zeige alle Straßen mit Sanierungsbedarf in der Innenstadt" → direkte Kartenantwort. Chatbot-Integration für Bürgerportale: Fragen zu Bebauungsrecht, Flächennutzung oder Infrastruktur werden rund um die Uhr beantwortet – auf Basis der eigenen Geodaten, mit Quellenangabe.
  • Qualitätssicherung: Erkennung geometrischer Anomalien, Plausibilitätsprüfung von Sachdaten, Identifikation von Duplikaten und Überschneidungen. Bei Datenmigrationen prüft KI die übernommenen Bestände und priorisiert die manuelle Nachprüfung auf die wahrscheinlichsten Fehler.
  • Planung & Auswertung: Interpretation von Analyseergebnissen in Planungssprache, Zusammenfassung von Szenarien als strukturierte Abwägungsübersichten, Unterstützung bei Abwägungsberichten in Planungsverfahren.
  • Mobile Felderfassung mit QField: Automatische Bilderkennung aus Fotos (Schadensbild → Schadensklasse und Dringlichkeit), sprachgesteuerte Dateneingabe, Plausibilitätsprüfung während der Erfassung vor Ort.

Datenschutz & Compliance

 

KI ist kein Datenschutzproblem – sie wird es erst, wenn Organisationen ohne klare Regeln damit arbeiten. Unser Modell löst den Datenschutz strukturell: Der Datenverkehr zum KI-Anbieter läuft nicht über GBD-Systeme, die datenschutzrechtliche Verantwortung liegt bei Ihnen und dem von Ihnen gewählten Anbieter.

  • DSGVO & Auftragsverarbeitung (AVV): Sobald personenbezogene Daten an ein KI-System übergeben werden, liegt Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO) vor. Das gilt für Behörden ebenso wie für Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Anthropic, OpenAI und Google stellen AVV-Vorlagen für den API-Zugang bereit; Drittstaatentransfer ist durch EU-Standardvertragsklauseln abgedeckt.

Empfehlungen für alle Organisationen

 

  • DSFA prüfen (Art. 35 DSGVO) bei systematischer Verarbeitung personenbezogener Daten
  • Interne Nutzungsrichtlinie: Was darf in den Prompt – was bleibt lokal?
  • AVV abschließen und im Verarbeitungsverzeichnis dokumentieren, bevor personenbezogene Daten verarbeitet werden
  • Mitarbeitende schulen: Eine kurze Schulung zum Thema „Was darf in den KI-Prompt?" verhindert die häufigsten Fehler

Für öffentliche Stellen gelten ergänzend die Landesdatenschutzgesetze sowie Bereichsrecht (Sozialgesetzbuch, Steuergeheimnis, Geheimschutz).

  • Modelle im eigenen Netz: Wo Cloud-Verarbeitung ausgeschlossen ist, kommt ein lokal betriebenes Modell in Frage. Drittstaatentransfer und Anbietervertrag entfallen dann; dafür betreiben Sie den Modellserver selbst. Was ein solches Modell heute leistet, zeigt die Benchmarkakte zu GBD SpatialAgents: Auf einem Notebook mit 70 Watt GPU-Budget erreichte ein lokal betriebenes Modell in acht Aufgaben auf offenen ALKIS-Daten 98,8 von 100 Punkten und lag damit gleichauf mit einem Cloud-Modell — bei gut dreifacher Laufzeit. GBD berät zu Eignung, Hardware und Aufwand.

Unsere Angebote zur KI-Integration

 

  • Schritt 1 – Kostenloses Erstgespräch: Sie schildern Ihre Ausgangslage. Wir geben eine erste Einschätzung zu sinnvollen Anwendungsfeldern, realistischem Aufwand und Kosten – ohne Verkaufsdruck. Am Ende des Gesprächs wissen Sie, was als Nächstes sinnvoll ist.
  • Schritt 2 – KI-Kurzanalyse: Strukturierte Analyse Ihrer Prozesse und Daten: Welche Anwendungsfelder haben den größten Hebel? Welcher Anbieter passt? Welche rechtlichen Voraussetzungen sind zu klären? Ergebnis: konkretes Handlungsdokument, kein abstrakter Strategiebericht. Ihr Aufwand: ein Workshop-Termin von 2–3 Stunden.
  • Schritt 3 – Wenn Sie bereit sind wählen Sie Ihren KI-Anbieter und schließen den Vertrag direkt ab. Wir haben keinen Anteil an diesem Vertrag und erhalten keine Provision. Alle großen Anbieter stellen DSGVO-AVV für den API-Zugang bereit.
  • Schritt 4 – Pilotprojekt: KI-Integration in einem klar abgegrenzten Anwendungsfall – klein genug für einen schnellen Start, groß genug für echten Mehrwert. Typische Piloten: KI-gestützte Auswertung von Inspektionsberichten, automatische Berichterstellung, natürlichsprachliche Suchabfrage im WebGIS.
  • Schritt 5 – Produktivbetrieb & Weiterentwicklung: Technischer Support, Anpassungen bei Modellwechseln, Schulung neuer Mitarbeitender, Bewertung neuer KI-Möglichkeiten. Viele unserer Kunden begleiten wir seit über zehn Jahren – diesen Anspruch tragen wir in die KI-Integration.